Speisen & Begleiter

Kochen mit Rotwein – Geschmack mit Raffinesse

Rotwein gehört ins Glas und manchmal eben auch ins Essen. Besonders in Gesellschaft mit saftigen Fleischgerichten, sorgt Rotwein für eine außergewöhnliche und raffinierte Note.
Zartes Lammkarree mit einer Reduktion aus Balsamico, Schalotten & Rotwein. Einen Rinderschmorbraten an einer Schokolade-, Chili- und Rotweinsoße.

Kochen mit Rotwein

Eine Soße – viele Komplimente

Wenn mit Wein als „Zutat“ Speisen oder Soßen verfeinert werden, wird der Koch viel Lob bekommen. Und wenn die Familie, Freunde beziehungsweise liebe Gäste das erste Mal Birnen-Rotwein-Chutney gekostet haben, sollten Sie das Rezept entweder parat halten oder ein gut gehütetes Geheimnis daraus machen. Wer um die genussvollen Aromen in einem guten Rotwein weiß, wird bereits erahnen, wie herrlich er sich mit Thymian, Lorbeer und Co versteht und besondere Geschmackserlebnisse (wach)kitzelt. Da von erahnen alleine aber niemand satt oder kulinarisch verwöhnt wird, hier ein paar Tipps und Anregungen, wie und wo Rotwein in der Küche eine Nebenrolle spielen und wann zum Hauptdarsteller werden sollte.

Kochen mit Rotwein ist immer ein Hochgenuss

Rotwein sorgt an Herd, Grill und in Küche für Furore, da sind sich alle einig. Verschiedene Meinungen tauchen allenfalls dann auf, wenn die Frage nach „welchen Rotwein verwende ich zum Kochen“ im Raum steht. Denn hier scheiden sich die Geister. Soll nun mit dem gleichen Wein gekocht werden, der später auch getrunken wird? Wer an dieser Stelle mit einer klaren Antwort von uns gerechnet hat, den müssen wir leider enttäuschen. Wir erlauben, was gefällt! Auch ein eher einfacher, preiswerter „Kochwein“ kann ein Gericht aufwerten und ist absolut legitim – auch, wenn später ein besonders edler Rotwein serviert wird. Einfacher Tipp unsererseits: geben Sie nur solchen Rotwein ins Essen, den sie grundsätzlich aus trinken würden. Denn ein „schlechter“ Rotwein wird dort nicht besser.

Die Auswahl des Weins wird meistens recht pragmatisch gewählt und keine Flasche nicht nur wegen einer Soße geöffnet.

Großartiger Geschmack bei kleinem Arbeitsaufwand

Ein herrlicher „Raclette- und Grillrunden Aufpimper“ wäre eine Rotweinbutter. Rotweinbutter ist gleichermaßen edel, wie rustikal – eben ganz so, wie die Speisen um sie herum. Einmal probiert, hat sie einen festen Platz im Kühlschrank sicher. Sie passt übrigens super zu Steaks, Röstbrot, gegrilltem Fisch und erstaunlich gut zu Maiskolben. Und hier das schnelle Rezept (je Paket Butter á 250g) : Butter weich werden lassen. Halbe, rote Zwiebel fein würfeln. In einer Pfanne etwa 15ml Rotwein mit etwas Salz, Pfeffer und Zucker erhitzen, die Zwiebel-Würfel hinzugeben und auf kleiner Temperatur köcheln lassen – bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Alles komplett abkühlen lassen und dann mit der Butter und eine gepressten Knoblauchzehe (ggf. einfach weglassen) vermengen. Wer mag, kann nun auch noch Kräuter zufügen. Die gesamte Masse dann je nach Vorliebe in Form bringen, das kann ebenso eine Rolle sein, wie als kleine Butterpralinen.

Ob auf dem Tischgrill oder dem „richtigen“ im Garten, Backpflaumen im Speckmantel gehen immer – und sind mit Rotwein gleich noch besser. Morgens die Backpflaumen oder Datteln in ein Rotweinbad schicken, also zusammen mit zwei Scheiben einer unbehandelten Zitrone und zwei Nelken (bei 15 Pflaumen) einlegen. Am Abend herausnehmen, mit Küchenkrepp abtrocknen, mit einer Scheibe dünnem Speck umwickeln – und in die Pflaumen jeweils zu dritt auf einen Spieß stecken und grillen.

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