Speisen & Begleiter

Südafrika – Kap der guten Weine und der guten Küche

Die Küche Südafrikas ist ein kulinarisches Paradies der Vielfalt. So, wie sich das gesamte Land permanent entwickelt und verändert, so ist auch die südafrikanische Küche Veränderungen ausgesetzt.

Mal dominieren in den Töpfen und Pfannen Köstlichkeiten und Vorlieben, die Einwanderer mitgebracht haben und mal die Koch-Traditionen eingesessener Afrikaner. Gut und schmackhaft ist die Küche Südafrikas immer. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die faszinierende, unglaublich leckere Bandbreite der Kap-Küche zu uns herüberschwappt.

Gelungene Cross-Over-Küche und fruchtige Kap-Weine

Ob in den eigenen vier Wänden, bei Caterings oder im Restaurant: Klassische und moderne Küche aus Südafrika hat einen festen Platz in unserer Genusskultur bekommen.
Das Land gilt als Grill-Nation und Grill-Weltmeister. So ist in Südafrika ein Haus erst dann komplett, wenn ein Grill davor bzw. dahinter steht. „Braai“ lautet das große Stichwort für die Grill-Leidenschaft am Kap, die übrigens von holländischen Kolonialherren eingeführt wurde. In Südafrika wird wirklich alles gegrillt und gebrutzelt – alles und überall. Steak, Fisch, Gemüse, Obst – nichts ist vor dem Grillfeuer sicher. Wer jetzt denkt, dass Braai mit BBQ gleichzusetzen ist, der sollte es besser nicht aussprechen – schon gar nicht in Südafrika selbst. Denn Braai ist vielmehr eine Lebenseinstellung, ein Ritual, ein Event, das sogar mit einem Feiertag bedacht ist.

Und was trinkt man nun zu Braai? Ganz klar: einen guten südafrikanischen Wein, von denen es glücklicherweise herrlich viele gibt. Es ist schließlich kein Zufall, dass Südafrika-Weine zu den besten der Welt zählen. Wer zu Braai einen spritzigen, gut gekühlten Rosé oder herb-fruchtigen Weißwein wählt, wird sich wünschen, dass die Grillevents nie zu Ende gehen werden.

Malaiische Einflüsse in der Kap-Küche

Der politische Hintergrund ist unschön – das Resultat unglaublich lecker. Während der burischen Herrschaft mussten malaiische Sklaven niedere Arbeiten verrichten. Frauen aus Fernost waren gefragte Köchinnen und brachten aus ihrer Heimat landestypische Gewürze mit. Als die Sklavenzeit vorbei war, ist ein burisches Lieblingsgericht, die sogenannten „Sosaties“, geblieben. Sosaties sind marinierte Fleischspieße. Der Name setzt sich aus Sate (Spießfleisch) und Saus (würzige Soße) zusammen. Es gibt viele Sosatie-Variationen, am traditionellsten sind Lammfleisch mit getrockneten Aprikosen, Paprika, rote Zwiebeln und malaiischer, würziger Soße. Am passendsten wäre hierzu ein leichter, fruchtiger Rotwein.

Hauptnahrungsmittel der schwarzen Bevölkerung Südafrikas ist ein Maisbrei, seltener Kartoffeln, noch seltener Fleisch. Die jeweilige finanzielle Situation nimmt immer einen großen Einfluss auf die Speisekarten. Das einzige, was immer gewiss ist, ist die Vorliebe für scharfe, würzige Soßen, Zwiebeln und Gemüse, die mit exotischen, sonnenverwöhnten Früchten kombiniert werden.

Was sind Ihre persönlichen Vorlieben bei der Kap-Küche und welche Weine würden Sie dazu empfehlen?

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