Menschen & Geschichten

Maximin Grünhaus – das legendäre Mosel-Weingut erfindet sich neu!

Maximin von Schubert beim Verkosten

Das Traditionsweingut Maximin Grünhaus gehört zu den Spitzenbetrieben der Region Mosel-Saar-Ruwer. Im siebten Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt und vermutlich schon zu Römerzeiten existent, wurde das Weingut 1882 von Maximin von Schuberts Ur-Ur-Ur-Großvater erworben, dem Freiherrn Carl-Ferdinand von Stumm-Halberg. In neuerer Zeit prägte Dr. Carl Ferdinand von Schubert 35 Jahre lang das Wirken des Weinguts. Seit 2014 ist nun sein Sohn, Maximin von Schubert, als sechste Generation in der Verantwortung. Zurück in die Zukunft durch das Anpassen der Etiketten auf die ursprüngliche Version und den Wiedereintritt in den VDP – es hat sich einiges seither verändert. Doch wo steht das Weingut heute? Maximin von Schubert hat sich für uns Zeit genommen, um unter anderem diese Frage zu beantworten.

Maximin Grünhaus hat eine lange Familientradition. Wo stehen Sie heute? Was machen Sie anders als Ihre Vorgänger?

Maximin von Schubert: Das Weingut und der Weinberg Maximin Grünhaus haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer an die Gegebenheiten und das Klima angepasst und strahlen diese wunderbare Ruhe der Jahrhunderte aus.
Heute ist Maximin Grünhaus immer noch dieser Ruhepol und qualitativ eine sichere Bank für schlanke, elegante Rieslinge mit lebhafter Säure und einmaligem Geschmack.
Ich versuche, das Weingut – wie alle Vorgänger auch – an die Erfordernisse der Zeit behutsam anzupassen. Weinbaulich ist unser Kredo: weiterhin elegante Rieslinge zu produzieren, im Keller so wenig wie möglich einzugreifen, um spontan vergorene Klassiker aus Maximin Grünhaus zu erzeugen und den Betrieb behutsam ein wenig mehr für die Kunden mit einer Vinothek zu öffnen.

Wie würden Sie die Stilistik Ihrer Weine beschreiben? Was macht Ihre Weine besonders?

Maximin von Schubert: Die kräuterige, mineralische und spontanvergorene Nase unserer Weine, verbundenen mit der tänzelnden, vibrierenden Eleganz auf der Zunge sollen unsere Weine unverwechselbar machen … und zeitlos!

Und wenn’s mal kein Wein vom eigenen Weingut sein darf…? Welchen würden Sie dann empfehlen?

Maximin von Schubert: Wir trinken gerne und viel Pinot Noir. Gerne Burgund und mittlerweile ebenso gerne aus Deutschland (Franken, Baden, Ahr, Mosel). Die Rieslinge unserer Nachbarn aus Mosel-Saar-Ruwer

Maximin von Schubert und seine Frau Amelie

genieße ich sehr, wobei es umso spannender wird, wenn man auch viele Eindrücke und schöne Momente aus anderen Anbaugebieten sammeln kann. Chardonnay ist auch sehr willkommen. Zusammenfassend sind wir sehr offen für alle alten und neuen Klassiker!

Was meinen Sie, welche Weintrends sind gerade aktuell? Wie schätzen Sie die Zukunft ein?

Maximin von Schubert: Riesling, Pinot Noir und Chardonnay sind die qualitativen und klassischen Evergreens und werden es auch bleiben. Weltweit ist Rosé gerade gehypt, das sage ich jedoch in der Hoffnung, dass dieser Hype dann auch bald wieder vorbei ist.

Ihre liebste Wein- und Essenskombination?

Maximin von Schubert: Wenn man müde aus dem Büro oder von draußen kommt, ist ein Glas Kabinett ein absolutes Lebenselixier! Ein Glas Kabinett passt dann auch sehr gut zum gegrillten Fleisch und seinen Röstaromen. Ein gebratener Fisch mit Karotten, Süßkartoffeln und einem Curry-Ingwer-Schaum in Kombination mit einem Alte-Reben-Riesling oder einem unserer Riesling GGs ist eine wunderbare Kombination. Ein Käseteller mit diversen französischen Weichkäsen, kombiniert mit einem Glas oder einer Flasche Auslese, wird viel Fanpost nach sich ziehen.

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