Szene & Lifestyle

Hygge? Ein dänisches Lebensgefühl auf der ProWein und bei Ihnen zu Hause.

Im vergangenen Jahr ist das liebenswerte und nordische Zauberwort „Hygge“ auch zu uns nach Deutschland herüber geschwappt und steht für Wohlgefühl, Schlichtheit, Relaxness, unaufgeregten Genuss, heimelige Atmosphäre …

Sogar auf der diesjährigen ProWein (internationale Weinfachmesse) wird dieses angesagte Lebensgefühl in der „fizzz Lounge“ aufgegriffen. Auf einer Website der Messe wird ganz konkret die Frage „Bist Du Hygge?“ gestellt.

Da die ProWein immer auch Weintrends für den Verbraucher aufspürt, möchten wir schon jetzt auf das Thema eingehen und ein paar Ideen und Vorschläge für einen hyggeligen Wein-Abend machen.

Was steht hinter dem Hygge-Trend?

Keine Frage, auf der ProWein zeigen die Profis, wie aktuelle Trends für die Gastronomie umgesetzt werden können. Hygge als neues Leitmotiv in der Gastronomie. Die Bar, das Restaurant als Nest der Gemütlichkeit. Aber Hand aufs Herz, ist dieser Trend aus Skandinavien eigentlich so neu? Irgendwie haben wir Deutschen das mit der Gemütlichkeit doch auch ganz gut drauf – und das schon ziemlich lange. Aber egal, jetzt soll es eben „hyggelig“ werden und damit hat der echte Genießer natürlich auch kein Problem. Bloß gemütlich, sorry, hyggelig, möchte man es sich doch nicht nur im Restaurant oder in der Bar machen, sondern vor allem zu Hause, oder? Wie wäre es also mit einer richtig hyggeligen Weinparty in den eigenen vier Wänden?

Der Wein darf wie Heimat schmecken, handgefertigt und saisonal

Die Zutaten für einen gelungenen Hygge-Abend sind eigentlich einfach. Ein paar richtig liebe Menschen, seien sie Familie oder gute Freunde, gehören dazu. Dann braucht man Wein und ein paar Kleinigkeiten zum Knabbern. Hm, vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach. Das geht schon beim Wein los. Der darf und soll für einen hyggeligen Abend nämlich nicht zu fein sein. Hygge hat ganz viel mit Wärme, mit Selbstverständlichkeit, aber auch mit Schlichtheit zu tun. Dazu passen keine allzu eleganten Tropfen und edlen exotischen Gewächse. Stattdessen sind ehrliche, unaufgeregte Weine aus regionalem Anbau gefragt. Die Rebsorten dürfen und sollen gern nach Heimat schmecken. Also Zeit für Riesling, Müller-Thurgau, Chardonnay und Spätburgunder?

Schlicht ist das neue üppig!

Auch die Deko für den Hygge-Abend darf nicht zu modern und expressiv sein, es geht um stilvolles Understatement. Das Motto kommt aus Skandinavien, also greifen Sie zu skandinavischem Design. In einem bekannten schwedischen Möbelhaus gibt es davon jede Menge für relativ kleines Geld. Da darf sogar mal ein Glas kaputtgehen! Zwanglosigkeit und eine entspannte Atmosphäre sind das Herz eines hyggeligen Abends. Die Gäste brauchen sich nicht herauszuputzen und die Gastgeber müssen nicht ihr Sparbuch plündern, um nett zu bewirten. Das heißt aber im Umkehrschluss bitte nicht, dass einfach nur ein paar Erdnüsse aus einer halb aufgerissenen Tüte angeboten werden. Ein paar ausgewählte Kleinigkeiten zum Wein sollten es schon sein. Geräucherter Lachs würde gut passen, einfach mit Zitronenscheiben und frischem Dill garniert, eventuell auch mit Remoulade oder Mayonnaise. Dazu gibt es Knäckebrot, Frischkäse und für Süßmäuler ein Kompott aus roten Beeren. Das ist alles schnell besorgt, selbstgemacht, unkompliziert anzurichten, sehr skandinavisch und gar nicht teuer.

Oder mit regionalen, heimatlichen Schnittchen Behaglichkeit schaffen. Auch das ist ganz fix selber gemacht oder besorgt. Wie wäre es beispielsweise mit knusprigem Steinofenbrot, leckeren Auftstrichen und tollen Salzen dazu?

Statt üppiger Blumensträuße reichen zum Hygge-Abend einzelne Zweige in schlichten schmalen Vasen (gern ausgediente Flaschen dafür nutzen), Kerzenlicht, schlichte Teller und einfarbige Servietten in zurückhaltenden Tönen – ob aus Papier, Baumwolle oder Leinen macht für die hyggelige Stimmung keinen Unterschied.

In diesem Sinne: Hyggelig ist das, was man daraus macht.

 

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